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Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr
von Claude Lanzmann
SOBIBOR, 14. OKTOBER 1943, 16 UHR (2001) setzt an, wo SHOAH (1986) endete: beim jüdischen Widerstand. Der Titel verweist auf Ort, Tag, Monat, Jahr, Stunde des einzigen jemals gelungenen Aufstands in einem Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Damit wäre aber auch die entscheidende Differenz zu SHOAH benannt. Denn während Lanzmann die Zeugen in SHOAH als Wiedergänger begreift, die aus dem Reich der Toten berichten, sehen wir in SOBIBOR einen Überlebenden im emphatischen Wortsinn: Yehuda Lerner war 16 Jahre alt und bereits aus acht Lagern geflohen, als er dem SS-Aufseher namens Graetschus mit einer Axt den Schädel spaltete. Er handelte im Rahmen eines Aufstandsplans, nach dem eine Gruppe Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor am besagten Tag, zu besagter Stunde gegen die SS aufbegehrte. Die Deutschen waren pünktlich, der Plan ging auf …
Mit Online-Booklet

Pressestimmen

»Es gibt heutzutage zwar eine große Anzahl von Museen, Denk- und Mahnmalen. Aber dies alles sorgt gleichzeitig für das Erinnern und für das Vergessen. Das ist die Verwaltung der Erinnerung, die zur toten Materie wird, ehe sie ganz ins Stadium des Vergessens übergeht. Meine Filme sind Gegenmittel dazu.«
Claude Lanzmann
»Ist es nicht verdienstvoll, an diese einsamen, vergessenen Akte jüdischen Widerstands in absolut aussichtslosen Situationen zu erinnern?«
literaturkritik.de
»Die formale Radikalität des Films SOBIBOR zieht mit dem Pathos der Fakten den Zuschauer in den Bann der Geschichte.«
Der Tagesspiegel
»... nimmt ohne Frage einen Platz unter den großen Filmwerken ein, neben Chaplins The Great Dictator und To Be or Not to Be von Lubitsch.«
Le Monde
Credits
Ein Film von Claude Lanzmann

Auf vimeo schauen

Als Stream oder Download

Ebenfalls verfügbar als

DVD

Technische Daten

Land: Frankreich
Jahr: 2001
Länge: 95 Min.
Bild: 4:3
Ton: Mono
Untertitel: Deutsch

Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr

von Claude Lanzmann
SOBIBOR, 14. OKTOBER 1943, 16 UHR (2001) setzt an, wo SHOAH (1986) endete: beim jüdischen Widerstand. Der Titel verweist auf Ort, Tag, Monat, Jahr, Stunde des einzigen jemals gelungenen Aufstands in einem Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Damit wäre aber auch die entscheidende Differenz zu SHOAH benannt. Denn während Lanzmann die Zeugen in SHOAH als Wiedergänger begreift, die aus dem Reich der Toten berichten, sehen wir in SOBIBOR einen Überlebenden im emphatischen Wortsinn: Yehuda Lerner war 16 Jahre alt und bereits aus acht Lagern geflohen, als er dem SS-Aufseher namens Graetschus mit einer Axt den Schädel spaltete. Er handelte im Rahmen eines Aufstandsplans, nach dem eine Gruppe Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor am besagten Tag, zu besagter Stunde gegen die SS aufbegehrte. Die Deutschen waren pünktlich, der Plan ging auf …
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»Es gibt heutzutage zwar eine große Anzahl von Museen, Denk- und Mahnmalen. Aber dies alles sorgt gleichzeitig für das Erinnern und für das Vergessen. Das ist die Verwaltung der Erinnerung, die zur toten Materie wird, ehe sie ganz ins Stadium des Vergessens übergeht. Meine Filme sind Gegenmittel dazu.«
Claude Lanzmann
»Ist es nicht verdienstvoll, an diese einsamen, vergessenen Akte jüdischen Widerstands in absolut aussichtslosen Situationen zu erinnern?«
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»Die formale Radikalität des Films SOBIBOR zieht mit dem Pathos der Fakten den Zuschauer in den Bann der Geschichte.«
Der Tagesspiegel
»... nimmt ohne Frage einen Platz unter den großen Filmwerken ein, neben Chaplins The Great Dictator und To Be or Not to Be von Lubitsch.«
Le Monde
Technische Daten
Land: Frankreich
Jahr: 2001
Länge: 95 Min.
Bild: 4:3
Ton: Mono
Untertitel: Deutsch
Credits
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Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr

von Claude Lanzmann
SOBIBOR, 14. OKTOBER 1943, 16 UHR (2001) setzt an, wo SHOAH (1986) endete: beim jüdischen Widerstand. Der Titel verweist auf Ort, Tag, Monat, Jahr, Stunde des einzigen jemals gelungenen Aufstands in einem Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Damit wäre aber auch die entscheidende Differenz zu SHOAH benannt. Denn während Lanzmann die Zeugen in SHOAH als Wiedergänger begreift, die aus dem Reich der Toten berichten, sehen wir in SOBIBOR einen Überlebenden im emphatischen Wortsinn: Yehuda Lerner war 16 Jahre alt und bereits aus acht Lagern geflohen, als er dem SS-Aufseher namens Graetschus mit einer Axt den Schädel spaltete. Er handelte im Rahmen eines Aufstandsplans, nach dem eine Gruppe Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor am besagten Tag, zu besagter Stunde gegen die SS aufbegehrte. Die Deutschen waren pünktlich, der Plan ging auf …
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Claude Lanzmann
»Ist es nicht verdienstvoll, an diese einsamen, vergessenen Akte jüdischen Widerstands in absolut aussichtslosen Situationen zu erinnern?«
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»... nimmt ohne Frage einen Platz unter den großen Filmwerken ein, neben Chaplins The Great Dictator und To Be or Not to Be von Lubitsch.«
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Land: Frankreich
Jahr: 2001
Länge: 95 Min.
Bild: 4:3
Ton: Mono
Untertitel: Deutsch
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