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Ein Lebender geht vorbei
von Claude Lanzmann
Maurice Rossel, ein Offizier der Schweizer Armee, der während des Zweiten Weltkriegs als Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Berlin stationiert gewesen war, wollte Claude Lanzmann nicht empfangen. So überrumpelte ihn Lanzmann mit einem Überraschungsbesuch, bei dem dieses Filmgespräch in höchst gespannter Atmosphäre zustande kam. Als einziger Delegierter hatte Rossel nämlich schon 1943 das Konzentrationslager Auschwitz besucht (das Vernichtungslager Birkenau bekam er nicht zu Gesicht). 1944 war er dann auf Einladung nach Theresienstadt gereist und den Täuschungsmanövern der SS aufgesessen, wie sein damals verfasster offizieller Bericht über das »Vorzeigelager« beweist. Die nicht folgenlose Episode einer nachhaltigen Blendung.
Thema
Claude Lanzmann – Shoah
Zeitgeschichte
Mit Online-Booklet
Ein Lebender geht vorbei Filmstill
Ein Lebender geht vorbei Filmstill

Pressestimmen

Im Vorspann erklärt Lanzmann: »Ich danke Maurice Rossel dafür, dass er mir gestattet hat, heute das Interview zu verwenden, das er mir 1979 gewährte. ›Heute, als Achtzigjähriger‹, schrieb er mir, ›erinnere ich mich nicht mehr so genau an den Mann, der ich damals war. Ich denke, ich bin weiser geworden oder auch verrückter, was auf dasselbe hinausläuft. Seien Sie gnädig, machen Sie mich nicht zu lächerlich.‹ Dies war nicht meine Absicht.« Lanzmann führt Rossel nicht vor, sondern zeigt das Versagen der sogenannten neutralen Beobachter.«
Jungle World
»In dem Film ist zu sehen, wie Lanzmann Roussel in einem Gespräch mit den tatsächlichen Fakten konfrontiert und alle seinem Gegenüber von den Deutschen aufgetischten Lügen Schritt für Schritt widerlegt. Sie führten seinerzeit mit dazu, dass die internationale Öffentlichkeit Auschwitz und das europaweite deutsche Juden-Vernichtungssystem bis zum Kriegsende 1945 kaum zur Kenntnis nahm. Auch im Blick auf heute drohende, neue Genozide in der Welt und nicht zuletzt die akute Bedrohung Israels ist die Kenntnisnahme von Lanzmanns Film beängstigend und lehrreich zugleich.«
literaturkritik.de
»Über das raffinierte Täuschungsmanöver der Nazis hat Lanzmann 1979 mit dem inzwischen 80jährigen Maurice Rossel ein ausführliches Interview geführt. Ursprünglich ebenfalls für „Shoah“ gedacht, füllt auch dieses Kapitel einen eigenen Film: Eine enorm wichtige Dokumentation eines vergessenen Kapitels der NS-Geschichte.«
Filmspaicher
Credits
Ein Film von Claude Lanzmann

Auf vimeo schauen

Als Stream oder Download

Ebenfalls verfügbar als

DVD

Technische Daten

Land: Frankreich
Jahr: 1997
Länge: 65 Min.
Bild: 4:3
Ton: Mono
Untertitel: Deutsch

Lebender geht vorbei, Ein

von Claude Lanzmann
Maurice Rossel, ein Offizier der Schweizer Armee, der während des Zweiten Weltkriegs als Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Berlin stationiert gewesen war, wollte Claude Lanzmann nicht empfangen. So überrumpelte ihn Lanzmann mit einem Überraschungsbesuch, bei dem dieses Filmgespräch in höchst gespannter Atmosphäre zustande kam. Als einziger Delegierter hatte Rossel nämlich schon 1943 das Konzentrationslager Auschwitz besucht (das Vernichtungslager Birkenau bekam er nicht zu Gesicht). 1944 war er dann auf Einladung nach Theresienstadt gereist und den Täuschungsmanövern der SS aufgesessen, wie sein damals verfasster offizieller Bericht über das »Vorzeigelager« beweist. Die nicht folgenlose Episode einer nachhaltigen Blendung.
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Zeitgeschichte
Ein Lebender geht vorbei Filmstill
Ein Lebender geht vorbei Filmstill
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Im Vorspann erklärt Lanzmann: »Ich danke Maurice Rossel dafür, dass er mir gestattet hat, heute das Interview zu verwenden, das er mir 1979 gewährte. ›Heute, als Achtzigjähriger‹, schrieb er mir, ›erinnere ich mich nicht mehr so genau an den Mann, der ich damals war. Ich denke, ich bin weiser geworden oder auch verrückter, was auf dasselbe hinausläuft. Seien Sie gnädig, machen Sie mich nicht zu lächerlich.‹ Dies war nicht meine Absicht.« Lanzmann führt Rossel nicht vor, sondern zeigt das Versagen der sogenannten neutralen Beobachter.«
Jungle World
»In dem Film ist zu sehen, wie Lanzmann Roussel in einem Gespräch mit den tatsächlichen Fakten konfrontiert und alle seinem Gegenüber von den Deutschen aufgetischten Lügen Schritt für Schritt widerlegt. Sie führten seinerzeit mit dazu, dass die internationale Öffentlichkeit Auschwitz und das europaweite deutsche Juden-Vernichtungssystem bis zum Kriegsende 1945 kaum zur Kenntnis nahm. Auch im Blick auf heute drohende, neue Genozide in der Welt und nicht zuletzt die akute Bedrohung Israels ist die Kenntnisnahme von Lanzmanns Film beängstigend und lehrreich zugleich.«
literaturkritik.de
»Über das raffinierte Täuschungsmanöver der Nazis hat Lanzmann 1979 mit dem inzwischen 80jährigen Maurice Rossel ein ausführliches Interview geführt. Ursprünglich ebenfalls für „Shoah“ gedacht, füllt auch dieses Kapitel einen eigenen Film: Eine enorm wichtige Dokumentation eines vergessenen Kapitels der NS-Geschichte.«
Filmspaicher
Technische Daten
Land: Frankreich
Jahr: 1997
Länge: 65 Min.
Bild: 4:3
Ton: Mono
Untertitel: Deutsch
Credits
Ein Film von Claude Lanzmann
Hier online schauen:

Lebender geht vorbei, Ein

von Claude Lanzmann
Maurice Rossel, ein Offizier der Schweizer Armee, der während des Zweiten Weltkriegs als Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Berlin stationiert gewesen war, wollte Claude Lanzmann nicht empfangen. So überrumpelte ihn Lanzmann mit einem Überraschungsbesuch, bei dem dieses Filmgespräch in höchst gespannter Atmosphäre zustande kam. Als einziger Delegierter hatte Rossel nämlich schon 1943 das Konzentrationslager Auschwitz besucht (das Vernichtungslager Birkenau bekam er nicht zu Gesicht). 1944 war er dann auf Einladung nach Theresienstadt gereist und den Täuschungsmanövern der SS aufgesessen, wie sein damals verfasster offizieller Bericht über das »Vorzeigelager« beweist. Die nicht folgenlose Episode einer nachhaltigen Blendung.
Mit Online-Booklet
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Claude Lanzmann – Shoah Zeitgeschichte
Ein Lebender geht vorbei Filmstill
Ein Lebender geht vorbei Filmstill
Ebenfalls verfügbar als
DVD

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Im Vorspann erklärt Lanzmann: »Ich danke Maurice Rossel dafür, dass er mir gestattet hat, heute das Interview zu verwenden, das er mir 1979 gewährte. ›Heute, als Achtzigjähriger‹, schrieb er mir, ›erinnere ich mich nicht mehr so genau an den Mann, der ich damals war. Ich denke, ich bin weiser geworden oder auch verrückter, was auf dasselbe hinausläuft. Seien Sie gnädig, machen Sie mich nicht zu lächerlich.‹ Dies war nicht meine Absicht.« Lanzmann führt Rossel nicht vor, sondern zeigt das Versagen der sogenannten neutralen Beobachter.«
Jungle World
»In dem Film ist zu sehen, wie Lanzmann Roussel in einem Gespräch mit den tatsächlichen Fakten konfrontiert und alle seinem Gegenüber von den Deutschen aufgetischten Lügen Schritt für Schritt widerlegt. Sie führten seinerzeit mit dazu, dass die internationale Öffentlichkeit Auschwitz und das europaweite deutsche Juden-Vernichtungssystem bis zum Kriegsende 1945 kaum zur Kenntnis nahm. Auch im Blick auf heute drohende, neue Genozide in der Welt und nicht zuletzt die akute Bedrohung Israels ist die Kenntnisnahme von Lanzmanns Film beängstigend und lehrreich zugleich.«
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»Über das raffinierte Täuschungsmanöver der Nazis hat Lanzmann 1979 mit dem inzwischen 80jährigen Maurice Rossel ein ausführliches Interview geführt. Ursprünglich ebenfalls für „Shoah“ gedacht, füllt auch dieses Kapitel einen eigenen Film: Eine enorm wichtige Dokumentation eines vergessenen Kapitels der NS-Geschichte.«
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Technische Daten
Land: Frankreich
Jahr: 1997
Länge: 65 Min.
Bild: 4:3
Ton: Mono
Untertitel: Deutsch
Credits
Ein Film von Claude Lanzmann
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